Ein QR-Code für die Visitenkarte enthält eine vCard, also einen Kontaktdatensatz, den iPhone und Android seit über zehn Jahren lesen. Beim Scannen öffnet sich eine Kontaktkarte mit einer Hinzufügen-Schaltfläche; niemand tippt Ihre Nummer ab, und niemand vertippt sich dabei.
Sinnvoll ist das vor allem auf der Rückseite, wo ohnehin Platz ist. Die Vorderseite behält Name und Rolle für den Menschen, die Rückseite bekommt den Code für das Telefon — und weil der Code statisch ist, funktioniert er auch in fünf Jahren noch aus einer Schublade heraus.
Kontaktcode für die Karte anlegen
Nur die Felder, die stimmen bleiben
Name, Firma, Mobilnummer und E-Mail reichen fast immer. Jedes weitere Feld verlängert die vCard und verdichtet das Muster, was beim kleinen Druck als Erstes weh tut.
Nummer international schreiben
+49 vor der Nummer, ohne Klammern. Eine Nummer mit führender Null wird von einem Telefon im Ausland nicht gewählt, und eine Visitenkarte ist genau das Medium, das ins Ausland mitgenommen wird.
Auf der Rückseite platzieren
Dort ist Platz für die 2 cm, die der Code braucht, und er konkurriert nicht mit dem Layout der Vorderseite. Ein kurzer Hinweis daneben — «Kontakt speichern» — verdoppelt erfahrungsgemäß die Scans.
Vor der Druckfreigabe scannen
Die SVG aus der Druckdatei heraus prüfen, nicht die Vorschau am Bildschirm. Ein Kontakt mit vertauschten Feldern fällt hier auf und nach der Auflage von 500 Karten nicht mehr.
Warum vCard 3.0 und nicht 4.0
Version 4.0 ist neuer und wird von älteren Telefonen als leerer Kontakt geöffnet — Name ohne Nummer, oder gar nichts. Version 3.0 versteht jedes Gerät, das in den letzten zehn Jahren verkauft wurde, und trägt alles, was auf eine Karte gehört. Deshalb schreiben wir 3.0, ohne die Wahl zu einer Einstellung zu machen, über die jemand nachdenken müsste.
Was im Datensatz steht
Name, Firma, Position, Mobil- und Festnetznummer, E-Mail, Website und Postadresse. Alles optional außer dem Namen.
Was nicht hineingehört
Ein Foto. Bilder in einer vCard machen die Zeichenkette um Tausende Zeichen länger, und der Code wird so dicht, dass er auf einer Karte nicht mehr lesbar ist.
Kontaktcode oder Link auf eine Profilseite
Beides ist vertretbar, und der Unterschied ist die Frage, wem Sie die Arbeit zumuten. Eine vCard landet mit einem Tippen im Adressbuch, funktioniert offline und ist danach unabhängig von jedem Server. Ein Link auf eine Profilseite kann dafür später aktualisiert werden und zählt Aufrufe.
Für einen Kartenstapel, der über Jahre verteilt wird, ist die vCard die robustere Wahl. Wechselt Ihre Rolle oder Nummer häufiger als der Stapel leer wird, ist ein änderbarer Code auf eine Profilseite ehrlicher — dann steht auf der Karte nichts, was falsch werden kann.
Was im Code steht
Ein vollständiger vCard-Datensatz im Klartext, so wie unten. Es gibt keine Weiterleitung und keine Seite dazwischen; das Telefon liest die Felder direkt aus dem Muster, auch ohne Netz.
BEGIN:VCARD
VERSION:3.0
N:Bergmann;Ida
ORG:Bergmann Design
TEL;TYPE=CELL:+49 170 1234567
EMAIL:ida@bergmann-design.de
END:VCARDWie klein er auf einer Karte werden darf
Zwei Zentimeter sind die praktische Untergrenze, und sie setzt eine kurze vCard voraus. Halten Sie 4 mm Abstand zum Papierrand — Schneidetoleranzen fressen sonst den ruhigen Rand, den der Code braucht. Nicht über eine Falz oder eine Veredelung legen: Heißfolie und partieller Lack reflektieren so, dass die Kamera die Ecken nicht findet.
Mindestens 20 mm (2.0 cm) breit drucken
Was auf Visitenkarten schiefgeht
Alle Felder ausfüllen
Zwei Adressen, drei Nummern und ein Fax machen das Muster so dicht, dass 2 cm nicht mehr reichen. Was niemand anruft, gehört nicht in den Code.
Den Code in eine Ecke quetschen
Unter 18 mm und ohne ruhigen Rand wird aus dem Code Dekoration. Lieber ein Feld auf der Rückseite weglassen als den Code verkleinern.
Nur die Vorschau prüfen
Getestet wird die Datei, die in die Druckerei geht, und zwar mit zwei Telefonen. Ein Code, der nur auf dem eigenen Gerät funktioniert, ist auf 500 Karten ein teurer Fehler.
Karten überleben Jobwechsel selten
Job, Nummer oder Firma ändern sich meist früher als der Kartenstapel leer ist. Mit einem dynamischen Code aktualisieren Sie das, ohne neu zu drucken.
So funktionieren dynamische QR-CodesWo der Kontaktcode sich bezahlt
- Auf der Rückseite der Visitenkarte, neben dem Hinweis «Kontakt speichern».
- Auf dem Messeausweis, wo Gespräche im Stehen stattfinden.
- Auf dem Firmenschild am Empfang, damit Besucher die Durchwahl nicht abtippen.
